Palomino

31.03.2020
 Travelbohos
Palomino Infos
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Palomino 21.06 – 24.06.2019

Palomino ist ein hippes Backpackerparadies an der Karibikküste. Im Ort und am Strand ist ein tick mehr los als am Costeño Beach, da es einfach viel mehr Unterkünfte gibt, der Ort größer und bekannter ist. Hier kommen auch viele Kolumbianer her, um Urlaub zu machen oder das Wochenende zu genießen. Schwimmen ist wegen den wilden Wellen leider etwas schwierig und gefährlich. Deshalb sollte man sich lieber im Fluss, der im Meer mündet, eine Abkühlung holen.
Weil es uns in Palomino und in unserem Hotel so gut gefiel, haben wir direkt um eine Nacht verlängert.
Am liebsten betrachteten wir den Sonnenuntergang am Meer. Nachdem wir Valentina und Josh bereits in Minca getroffen hatten, konnten wir hier wieder gemeinsame Zeit am Strand verbringen.

Außerdem hatten wir eine weitere unerwartete Begegnung mit Mareike und Jan aus unserer Heimat. Sie haben uns zufällig in Cartagena gesehen, allerdings nicht angesprochen, da sie sich nicht sicher waren, ob wir es sind. Über Instagram haben sie uns dann angeschrieben und in Palomino haben wir uns verabredet,

Tipp: Wo befindet sich der nächste ATM Geldautomat?

Solltet ihr jemals nach Palomino reisen, ist es ganz wichtig genügend Bargeld mit dabei zu haben. In Palomino gibt es keinen ATM. Die Nächsten befinden sich in Santa Marta oder Mingueo, also mindestens 20 Minuten entfernt. Zum Glück konnten wir meistens mit Kreditkarte bezahlen, da wir kaum mehr Bargeld hatten. Zusätzlich konnten wir unsere „Reservedollars“ im Hotel Casa del Pavo Real wechseln.

Anreise von Costeño Beach nach Palomino

Vom Costeno Beach ging es mit dem Motorradtaxi zur Bushaltestelle an der Hauptstraße für 4000 COP/1€ pro Motorrad. Von dort mit dem Bus in gut 30 Minuten für 6000 COP/1,40€ pro Person nach Palomino.

Unterkunftstipp Palomino

Wir buchten zwei Nächte im Hotel Villa Eden Palomino, das erst vor kurzem von einem französischen Paar eröffnet wurde. Teilweise wurden noch leichte Arbeiten erledigt, was uns nicht störte. Schöne Zimmer, ein Innenhof mit vielen Blumen und einem Pool, dazu noch eine Chillout Lodge. Wir wollten noch eine Nacht länger bleiben und obwohl alles ausgebucht war, konnten wir im Haus der Besitzer noch ein Zimmer beziehen. Morgens gab es ein sehr leckeres Frühstück im eigenen Restaurant.

Restauranttipp Palomino

Direkt angrenzend an das Hotel betreibt das französische Pärchen noch das Restaurant Juntos. Da uns die Burger am ersten Abend so gut geschmeckt haben, kamen wir jeden Abend zum Essen hierher. Auch das Thai Curry und die Spaghetti waren köstlich. Ebenfalls hat uns das Ambiente gefallen.

Sehenswertes in Palomino

Strand, Rio Palomino und Sonnenuntergänge

Indigenes Dorf & Tubing

Wusstet ihr, dass in Kolumbien noch mehr als 87 indigene Völkergruppen existieren? Vier Gruppen und zwar die Arhuacos, die Kogis, die Wiwas und die Chimailias leben entlang der Sierra Nevada. Zwischen der Karibikküste und den Bergen sind sie beheimatet, es heißt diese Menschen sehen die Sierra Nevada de Santa Marta wie das Herz und das Zentrum der Welt. Für sie ist es von aller Wichtigkeit die Natur zu schützen. Des Öfteren sind wir diesen Menschen auf den Straßen, im Nationalpark oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln begegnet, was für uns sehr interessant war und Gänsehautmomente herbeiführte. Sie trugen meist weiße Kleidung und hatten längere offene Haare. Meistens waren die Menschen Barfuß. Die Männer trugen einen ausgehöhlten Flaschenkürbis (Poporo) mit sich, welcher zum Mahlen von Meeresmuscheln dient. Dieses Pulver wird dann mit einem Stab zu zerkauten Cocablättern in den Mund geführt, was stimulierende Inhaltsstoffe freisetzt.

Bei einer River-Tubing-Tour (Kosten 120000 COP/ 27€ pro Person) hatten wir die Möglichkeit ein Indigenes Dorf der Kongi Indianer zu besuchen. Jedoch war das Ganze eher ein Reinfall…es war Sonntag und die meisten Menschen waren gar nicht im Dorf. Eine Mutter mit ihren Kindern saß lediglich vor ihrer Hütte und freute sich über eine Packung Reis, Backwaren und etwas Süßes. Leider war die Begegnung nur sehr kurz und ohne große Informationen. Wir hätten gerne mehr über diese Völker und ihre Bräuche erfahren. Wir können euch von Touren dieser Art abraten, wir werden in Zukunft auch genauer hinschauen und Abstand von diesen typischen „Touristentouren“ nehmen. Es heißt auch, dass viele Dörfer keinen Besuch von Touristen empfangen wollen.

Das Tubing, welches in der Tour mit inbegriffen war, hat uns auch nicht sonderlich gefallen. Die erste halbe Stunde war cool, mit teilweise kleinen Wasserfällen und Strömungen. Die letzten 30 Minuten dagegen langweilig, da wir im flachen Wasser nur sehr langsam vorankamen und die Landschaft um uns herum nicht mehr so grün wie am Anfang war.

Zu guter Letzt mussten wir am Ende dieses Ausflugs feststellen, dass Stefans iPhone und unsere Kamera voller Wasser waren. Wir hatten sie, während wir auf dem Reifen den Fluss hinunterglitten, in einer wasserdichten Tasche…Blöd nur, dass diese ein Loch hatte.
Das einzig schöne an diesem Tag waren die drei netten Kolumbianer, die mit auf der Tour waren und die Kinderaugen, die wir an diesem Tag im Dorf zum Leuchten brachten.

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